Die Zeit rennt. Keine drei Monate mehr. Dann sind wir weg. Ich hab die letzten Wochen hart auf Arbeit reingebuttert und versucht so viel Zeit mit Familie und Freund*innen dazwischen zu pressen, wie meine Energie nur hergibt. Und ich hatte viel Energie. Die Reisevorbereitung ist dabei aber etwas auf der Strecke geblieben. Je näher sie kommt, desto mehr fühlt es sich so an, als würde alles immer noch mehr an Fahrt aufnehmen. Mehr von allem. In schnellerem Takt. Je näher die Abreise kommt, desto absurder wird es auch. Verrückte Vorstellung, dass wir in 3 Monaten hier weg sind.

Heute haben wir die Wohnungskündigung ausgedruckt, morgen wollen wir sie persönlich den Vermieter*innen überreichen. Der nächste Schritt Richtung Reise.

Mehr und mehr tauchen um Mu und mich herum Fristen auf, die schon über den Auftakt der Reise hinausreichen, von denen wir nichts mehr mitbekommen werden, weil wir längst nicht mehr hier sind. Die Eröffnung einer neuen Bar in der Stadt, einer neuen Cafeteria auf dem Campus, die Wiedereröffnung der Schwimmhalle. So banal. So alltäglich. Aber ohne uns.